WWF Living Planet Report 2012 - Eine Welt ist nicht genug

Biodiversität | Klimawandel

Tanja Barendziak; tanja.barendziak@uni-bremen.de | 16/05/12 | Weltweit

 

Sollte sich die Menschheit nicht einschränken, so wären bis 2030 bereits 2 Planeten, bis 2050 sogar schon 3 Planeten nötig, um den Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie der Bevölkerung nachhaltig zu decken.

Der "ökologische Fußabdruck" gibt Auskunft über die Beanspruchung der Ökosysteme durch den Menschen. Hierbei handelt es sich um eine Messgröße, die den Verbrauch an nachwachsenden Rohstoffen in die zu deren Produktion notwendige Fläche umrechnet. Seit 1966 hat sich der ökologische Fußabdruck der Menschheit verdoppelt und wächst stetig weiter. Derzeit beträgt der weltweite ökologische Fußabdruck etwa 18 Milliarden globale Hektar, wobei die Kapazität der Erde nur bei 12 Milliarden Hektar liegt. Demnach verbraucht die Menschheit bereits jetzt 1,5-mal so viele natürliche Ressourcen wie sich jährlich erneuern, Tendenz steigend.

In seiner Studie weist der WWF auch auf den Rückgang der weltweiten Artenvielfalt hin. Seit 1970 ist die Artenvielfalt weltweit um etwa 30% zurückgegangen. In tropischen Regionen sogar um bis zu 60%. Verantwortlich für den Artenverlust sind hauptsächlich die Zerstörung von natürlichen Lebensräumen, Umweltverschmutzung und der fortschreitende Klimawandel.

Geschäftsführer des WWF Eberhard Brandes warnt:" "Wir sägen am Ast, auf dem wir sitzen. Das Bevölkerungswachstum weltweit hält an und alle zusammen leben wir deutlich über unsere Verhältnisse. Wenn wir im Jahr 2050 neun Milliarden Menschen versorgen wollen, ist es dringend Zeit zu handeln."

Lesen sie mehr über den "Living Planet Report 2012"

 

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