Europäische Trockenrasen schlagen tropische Regenwälder

Botanik | Biodiversität

Doris Elster, doris.elster@uni-bremen.de | 28/03/12 | Bremen, Deutschland

Es ist bislang eines der ungelösten Rätsel der Biodiversitätsforschung, wie überhaupt so viele, zudem oftmals ähnliche Arten auf kleinem Raum co-existieren können. Ferner ist es unklar, wie die Extremwerte in ganz bestimmten Trockenrasen Europas (Siebenbürgen, Weiße Karpaten, Estland, Öland) zustande kommen, die noch einmal erheblich über die allgemein schon sehr diversen Trockenrasenlebensräume herausragen. Der Umstand, dass europäische Trockenrasen zu den globalen Biodiversitätshotspots gehören, unterstreicht ihre Bedeutung für den Naturschutz. Durch „moderne“ Landwirtschaftstechniken und fehlgeleitete EU-Agrarsubventionen sind solche in historischen Kulturlandschaften Europas über Jahrtausende entstandene artenreiche Grasländer derzeit in einem ähnlich rapiden Rückgang begriffen wie die Regenwälder der tropischen Zone und akut gefährdet.

 

 

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