Projekt "Wildpflanzen-Schutz Deutschland" gestartet

Botanik | Biodiversität

tanja.barendziak@uni-bremen.de | 19/09/13 | Bremen, Deutschland

 

Bild: Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis); Bildquelle: www.botanikus.de

In Deutschland gelten insgesamt 15 Wildpflanzenarten als gefährdet. Zu diesen Arten zählen unter anderem das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis), die Arnika (Arnica montana) und der Sumpfenzian (Gentianella uliginosa).  Ziel des Projekts "Wildpflanzen-Schutz Deutschland"  ist es ein nationales Netzwerk zum Schutz gefährdeter Wildpflanzen in Deutschland aufzubauen, um so eine langfristige überlebensfähige Population der gefährdeten Arten zu gewährleisten.

Bei den 15 gefährdeten Wildpflanzen handelt es sich um Arten, für die Deutschland eine besondere Verantwortung hat, weil sie entweder nur hier vorkommen oder weil der größte Teil der Weltpopulation hier beheimatet ist. Das Projekt fällt in die internationale Dekade für Biodiversität (2011-2020) und setzt Ziele der nationalen Biodiversitätsstrategie um. An dem Projekt sind verschiedene Botanische Gärten innerhalb Deutschlands beteiligt. In der ersten Phase des Projekts soll das Saatgut der 15 Wildpflanzenarten an ihren natürlichen Standorten gesammelt werden und in Gendatenbanken gelagert werden. Im Anschluss daran sollen die Botanischen Gärten Erhaltungs- und Vermehrungskulturen anlegen, um in der dritten Phase die gefährdeten Populationen an ihren natürlichen Standorten zu stärken. Bei der letzten Phase wird auch die Öffentlichkeit mit eingebunden, indem ehrenamtliche Sammler mithilfe eines "Geo-Web-Mapping-Portals" die Fundorte schützenswerter Pflanzen online markieren und dem Netzwerk mitteilen. Durch die Einbeziehung der Öffentlichkeit soll dazu beigetragen werden, der Gesellschaft die Bedeutung der heimischen Biodiversität zu vermitteln und dadurch die Bereitschaft zu stärken, diese heimische Vielfalt zu erhalten und zu schützen.  

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