Phytoplankton-Forschung in der Arktis kann beim Umgang mit Umweltunfällen helfen

Klimawandel

Julia Willison | 22/02/12 | Vancouver, Canada

Trägt das Schmelzen des Eises der Meere zu einer Zunahme des Algenvorkommens bei? Marcel Babin, Canada Excellence Research Chair in Remote Sensing of Canada's New Arctic Frontier an der Universität Laval, denkt, dass dies der Fall sein kann.

Bei seinem Vortrag an der American Association for the Advancement of Science in Vancouver, Kanada, erklärte Babin: "Licht ist für das Algenwachstum notwendig. Weniger Meereseis bedeutet mehr Licht. Das wiederum bedeutet mehr Algen - vor allem dann, wenn ausreichend Nährstoffe zur Unterstützung der erhöhten Produktion vorhanden sind. Da Algen an der Basis der Nahrungskette stehen, wird erwartet, dass Veränderungen auf dieser Ebene sich auf die Struktur aller Lebensgemeinschaften der marinen Umwelt auswirken."

Unter Verwendung von Satellittenaufnahmesensoren entwickelt Barbins Team neue Wege, um Umweltveränderungen zu verfolgen und zu dokumentieren, um darauf aufbauend komplexe Computermodelle der arktischen Ökosysteme zu schaffen. Phyotplankton ist ein Fokus dieser Forschung. "Phytoplankton treibt die gesamte Nahrungskette an," stellt Babin fest. "Die Experimente, die wir im Labor und im Meer durchführen, sind so konzipiert, dass wir feststellen können, wie Phytoplankton - sowie eine Anzahl anderer Schlüsselorganismen - auf Umweltfaktoren wie Nahrung, Licht und Temperatur reagieren."

Während das Phytoplankton im Labor heran wächst, simuliert Babin Umweltänderungen - wie etwa eine Veränderung des Nährstoffangebots, des Lichts und der Tempertatur - in einem kontrollierten Versuchsansatz.
Dann beobachtet und dokumentiert er die Effekte dieser Veränderungen auf das Wachstum des Phytoplanktons. Ausgehend von diesen Experimenten erstellt das Team Entwicklungsmodelle, durch die die Entwicklung der arktischen Ökosysteme bei unterschiedlichen Umweltveränderungen vorher gesagt werden können. Weitere Informationen zu Barbins Studien finden Sie unter click here



Könnten derartige Experimente auch als IBSE Aktivität im Klassenraum durchgeführt werden? Lassen Sie uns wissen, was Sie dazu denken.

 

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