Palmöl statt Regenwald

Botanik | Klimawandel

tanja.barendziak@uni-bremen.de | 18/02/13 | Weltweit

Mit 54 Millionen Tonnen (2011) ist Palmöl das am meisten produzierte Pflanzenöl. Etwa 85% des Palmöls wird in Indonesien und Malaysia produziert. Allein in Indonesien wachsen Ölpalmen bereits auf einer Fläche von 9 Millionen Hektar, dies entspricht einem Viertel der Gesamtfläche Deutschlands. Bis 2025 sollen es 26 Millionen Hektar werden. Dies hat fatale Folgen für den Regenwald. Urwaldgebiete werden gerodet und in Ölplantagen umgewandelt, wodurch der Lebensraum einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten vernichtet wird.  Bei vielen Urwäldern in Indonesien handelt es sich um sogenannte Torfmoorwälder, in denen besonders viel CO2 gespeichert ist. Durch die Abholzung werden große Mengen CO2 freigesetzt und dadurch der globale Treibhauseffekt massiv vorangetrieben. Vor allem durch die Regenwald-Abholzung ist Indonesien inzwischen nach den USA und China der drittgrößte CO2-Emittent weltweit.

Palmöl als billiger Rohstoff ist inzwischen in fast jedem zweiten Artikel im Supermarkt enthalten. Es ist Bestandteil von Margarine, Schokoaufstrichen, Speiseeis, Keksen, Fertigsuppen, Tiefkühlpizza und Schokoriegeln. Ebenso ist Palmöl Bestandteil von Kerzen, Wasch- und Reinigungsmitteln, Kosmetika und Dieselkraftstoff. Es gibt kaum ein Produkt des täglichen Bedarfs, das kein Palmöl enthält. Dabei wird die direkte Bezeichnung "Palmöl" oder "Palmfett" aus Verschleierungsgründen von den Herstellern nur selten angegeben, meist wird die Bezeichnung "Pflanzliches Öl" verwendet.  Die EU hat zwar 2011 eine Kennzeichnungspflicht für Palmöl verordnet, doch gibt es eine zweijährige Übergangsfrist. Bis dahin werden die Verbraucher weiter im Unklaren gelassen.

Lesen sie mehr zu diesem Thema unter:   http://www.regenwald.org/themen/palmoel

oder sehen sie sich dieses Video an: http://www.youtube.com/watch?v=vOVZF5OsCME&feature=player_embedded#!

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