Eisendüngung im Ozean lässt Kohlenstoff auf den Meeresboden sinken

Klimawandel

translated by tanja.barendziak@uni-bremen.de | 20/07/12 | Southern Ocean

Obwohl einige Studien behaupten dieses Vorgehen sei ineffektiv, zeigte eine kürzlich veröffentlichte Studie das Gegenteil. Ozean-Düngungsexperimente im südlichen Ozean 8 Jahre zuvor zeigten, dass durch die Induzierung des Algenblütenwachstums Kohlenstoff aufgenommen wird, der sich nach dem Absterben der Algen am Meeresboden ablagert.   

Im Februar 2004 wurden im Rahmen des Ozean-Eisendüngungsexperiment (EIFEX) 167 Quadratkilometer im südlichen Ozean mit mehreren Tonnen Eisensulfat gedüngt. Für 37 Tage untersuchten die Forscher an Bord des Forschungsschiffes Polarstern  die Entwicklung der Phytoplankton-Blüte vom Beginn bis zum Absterben in der  eisenarmen, aber ansonsten nährstoffreichen Ozeanregion.

Durch die Erhöhung des Algenwachstums, und der damit einhergehenden Photosyntheseleistung, konnte jedes Atom an zugesetztem Eisen mindestens 13000 Atome an Kohlenstoff aus der Atmosphäre ziehen.  In einem aktuellen Nature Artikel berichteten die Forscher, dass auf diese Weise große Mengen an Kohlenstoff auf den Meeresboden sinken, wo sie über Jahrhunderte hinweg abgelagert werden - ein "Kohlenstoffabfluss".  

Welche Langzeitfolgen hat die Eisendüngung im Ozean?

Handelt es sich hierbei um eine endgültige Lösung?

Welche anderen Lösungskonzepte könnte man ins Auge fassen?

Hier gelangen sie zum Originalartikel: http://www.nature.com/news/dumping-iron-at-sea-does-sink-carbon-1.11028

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