Durch den Klimawandel könnten Afrikas Savannen bis 2100 zu Wäldern werden

Klimawandel

tanja.barendziak@uni-bremen.de | 20/07/12 | Bremen, Deutschland

 

In der Savanne herrscht ein ständiger Konkurrenzkampf zwischen Gräsern und Gehölzen. Daher besteht der Landschaftstyp Savanne sowohl aus tropischen Graslandschaften und offenen Grasebenen, als auch aus unterschiedlichen Wäldern. Diese Vielfalt resultiert daher, dass diese Ökosysteme sehr sensibel auf Veränderungen von Klima und Atmosphäre reagieren. Der stetig ansteigende CO2-Gehalt in der Atmosphäre beschleunigt diese Veränderungen.

Experimentelle Studien zeigten zwar nur geringe Effekte eines erhöhten  CO2-Gehalts in der Atmosphäre auf das Wachstum von Bäumen. Doch Leitautor der Studie Steven Higgins stellt klar: "Bisher hat nur eine einzige Studie den Einfluss von erhöhten CO2-Konzentrationen auf Savannenbäume untersucht, mit dem Ergebnis, dass der vorindustrielle CO2-Gehalt deutlich unter dem Optimum dieser Baumarten liegt. Mit dem aktuellen Anstieg geht das Wachstum der Savannenbäume daher erst richtig los."

Der Vegetationswandel der in der Studie prognostiziert wird, stellt ein Beispiel für ein "regime shift" dar. Solche Umbrüche durch kleine Veränderungen des Gesamtsystems setzen eine Kette von Ereignissen in Gang, die einander verstärken und sich das Gesamtsystem so zunehmend schneller verändert.

Sollten in Zukunft Graslandschaften und offene Savannen durch Wälder ersetzt werden, so würde zudem eine einzigartige Flora und Fauna verloren gehen. Der ansteigende Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre stellt daher einen weiteren Stressfaktor für das bereits durch Überweidung, Plantagenwirtschaft und Ackerbau beanspruchte Ökosystem dar. 

 Hier gelangen sie zum Originalartikel:http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature11238.html 

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