Der Klimawandel nimmt wichtigster Kaffeesorte den Lebensraum

Botanik | Biodiversität | Klimawandel

tanja.barendziak@uni-bremen.de | 11/12/12 | Bremen, Deutschland

 

Bild: Coffea arabica (Kaffeebohnen). Quelle: http://www.botanikus.de

Kaffee ist weltweit das beliebteste Getränk und neben Öl die häufigste Handelsware auf dem Weltmarkt. Kaffee Arabica hat hierbei einen Anteil von 70% der weltweiten Kaffeeproduktion.

Wie auch andere Pflanzen ist Kaffee auf bestimmte Wachstumsbedingungen angewiesen. Kaffeepflanzen reagieren sehr sensibel gegenüber Wärme und Trockenheit. Für die Simulationsstudien haben die Forscher zunächst die derzeitige Verbreitung des wilden Arabica-Kaffees kartiert und die dazugehörigen Klimadaten ermittelt. Anschließend haben sie simuliert, wie sich die Lebensräume bei ansteigenden Temperaturen verändern. Das Ergebnis war erschreckend: in allen Szenarien nahm die Anzahl und Verbreitung wilder Arabica-Populationen deutlich ab. Schlimmstenfalls gehen bis zum Jahr 2080 99,7% der Lebensräume verloren, im günstigsten Fall 65%. Erste Vorboten dieser Entwicklung kann man bereits im Südsudan beobachten: viele Kaffeepflanzen sind hier bereits krank oder schon abgestorben und neue Keimlinge sind kaum noch vorhanden.

Die wilden Formen des Arabica-Kaffees sind wichtig, da die kommerziellen Kaffeesorten stark genetisch verarmt sind. Die wilden Formen werden benötigt, um den Kaffee durch Einkreuzungen gegenüber neu auftretenden Schädlingen, Krankheiten oder Umweltveränderungen wappnen zu können.

 

Lesen sie mehr unter: http://scinexx.de/wissen-aktuell-15298-2012-11-08.html

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